Neue Workoutgruppen

Wer in letzter Zeit montags mal am Strand gewesen ist, hat Jugendliche und junge Männer schwitzen sehen. Das liegt an zwei neuen Workoutgruppen, die montags stattfinden. Eine der Gruppen (aus dem Fallenbrunnen) begeistert mich sehr. Sie sind stark motiviert und haben viel Spaß am Training.

Einer der Trainierenden ist Ayman. Sein Hintergrund ist spannend. Er war Bodybuilder und Powerlifter (Wer nicht weiß was das ist, sollte es schleunigst googlen=)) in Syrien und hat einige Wettkämpfe gewonnen. Aber zurzeit ist er nicht gerade in Form. Als ich ihn darauf naive angesprochen habe, hat er nur gelacht. Und mir dann als antwortet gegeben, dass es am Essen liegt. Kurze Zeit später ist mir aufgefallen, welch dumme Frage ich gestellt habe.

Beim Bodybuilding spielt die Ernährung noch eine größere Rolle als das eigentliche Krafttraining. Die Ernährung macht 70- 80 % eines guten Bodybuilding Trainings aus. Sein Problem auf der Flucht von Syrien nach Deutschland gab es für ihn ein Jahr keine Proteintrinks, keine Eier, keine gesunde Ernährung. Man musste halt schauen, dass man überhaupt genug bekommt.

Welche Erfahrung ich übrigens auch schon mehrmals gemacht habe, ist, dass viele der jungen Flüchtlinge trotz gefährlicher „Bootsfahrt“ bei ihrer Flucht, gar nicht schwimmen können. Jedes Mitglied einer neuen Trainingsgruppe muss mir nämlich vor dem ersten Training am CVJM Strand eine wichtige Frage beantworten: „Kannst du wirklich schwimmen?“ Erst vor kurze war ich mit den Surfbrettern mit zwei jungen Männern mitten auf dem See, als mir der eine eröffnet: „ÄHH, ähm… Raphael… äh.. ich kann doch nicht so gut schwimm. Ich hab Angst.“ Ich bin dann zügig mit ihm zurück gepaddelt. Nichts ist passiert. Aber seitdem frage ich dreimal nach.

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Einige Jungs und jungen Männer aus der Workoutgruppe vom Fallenbrunnen.


Source: evjugendarbeit

Fischerstechen

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Beim Seehasenfest gibt es jedes Jahr das Fischerstechen. Habe ich mir sagen lassen. Leider habe ich es dieses Jahr verpasst. Aber von den Erzählungen erinnert es mich an die Situationen, wenn ich mit den älteren Jugendlichen mit alten Surfbrettern auf dem See unterwegs bin. Ein beliebtes Spiel der Jungs ist nämlich „Der König des Brettes“. Ziel des Spiel ist es andere von ihren Surfbrettern zu kippen, schmeißen, schuppsen. Hauptsache der andere liegt im Wasser. Egal ob man selbst vom Brett gefallen ist. Die Regeln sind auch ganz einfach. Es gibt nämlich keine. Glaube ich. Zumindest habe ich noch keine erkennen können.

Was mich aber immer wieder fasziniert mit welcher Kraft und wie verbissen sich die Jungs am Brett festhalten und sich nicht runterschmeißen lassen. Sie bekommen einen eisernen Willen!!

Manchmal wünsche ich mir für Jugendliche einen eisernen Willen auch bei den wichtigen Dingen in ihrem Leben. Viele denken jetzt wahrscheinlich an die Schule, den Beruf und solches Zeug. Aber ich meine was anderes. Ich wünsche mir, dass die Jugendlichen einen eisernen Willen darin bekommen an Freundschaften festzuhalten, anderen Vertrauen entgegen zu bringen und vor allem für andere einzutreten die schlecht und ungerecht behandelt werden. Mir ist es egal welchen Schulabschluss die Jugendlichen bekommen und wie viel Geld sie in ihrem Beruf später mal verdienen. Hauptsache sie sind treu und gerecht in ihrem Umgang mit anderen.

So entscheidend wie sie sich auf dem Surfbrett halten, sollen sie sich für andere einsetzen. Nicht nur König des Brettes werden, sondern auch König der Treue und Freundschaft. Das ist ein Ziel der evangelischen Jugendarbeit.


Source: evjugendarbeit

Hat der echt Nagellack drauf?

Hi Ich bin Raphael Maier und darf für 2 Wochen der Sidekick von Raphael Seidlitz sein. Ich mache aktuell eine Ausbildung zum Erzieher und darf im Rahmen eines Praktikums Einblick in die Jugendarbeit haben. Meine Interessen liegen überwiegend bei Games und Tieren bin aber auch offen für Gott und die Welt so wie alle anderen Themen wie Sport, Haarpflegeprodukte und Nagellack wobei ich von letzteren Dingen echt wenig Ahnung habe.
Ich freue mich diese Möglichkeit zu haben und weitere Erfahrungen in der Jugendarbeit zu sammeln.

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Ps.: *hit wie bring ich das zeug wieder runter?

 

Raphael S.: Raphael unterstützt mich und es macht Spaß mit ihm zusammen zu arbeiten. Bloß das mit dem Namen ist absolut verwirrend. Wenn jemand Raphael ruft, drehen wir uns halt immer beide um=).


Source: evjugendarbeit